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Marmi auf dem Curling-Eis

Marmi zieht ein Haus weiter. Jetzt will es Curling ausprobieren, einen Sport, in dem die Schweiz spitze ist. Dabei spielt ein Haus eine wichtige Rolle.

Marmi zu Besuch beim Curling-Team der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung. © WCF / Cheyenne Boone

Ein roter Doughnut, mmh Doughnut – Marmi hat Hunger. Um den roten Ring herum ein weisser und ein blauer Kreis: das «Haus». Hier hinein gleiten die Curling-Steine. Marmi war zufällig an der Turnhalle vorbeigekommen und der seltsame Kreis hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Schnell war es in die Halle geschlüpft, wo die Kinder gerade Curling spielen. Natürlich nicht echtes Curling auf dem Eis. Sie spielen mit einem Lernset für Schulen. Learn to curl, sozusagen.

Curling ist eine alte Sportart, bereits seit dem Mittelalter bekannt. Die Schotten sollen den Teamsport erfunden haben. Die Bewegungen sind anmutig, die Konzentration enorm und die Taktik ist entscheidend – Curling ist wie Schach auf dem Eis.

Ende des 19. Jahrhunderts erreichte Curling die Schweiz. Seither zählt sie zu den Spitzennationen im Eiswischen. Das machen die Teams übrigens, damit der Stein präzise gleitet und sich dreht, um am gewünschten Ort im Haus zu landen und die Steine des Gegners von dort hinaus zu befördern.

Marmi ist begeistert. Für die schweren Steine ist es zu klein, aber vielleicht kann es Captain werden und die Taktik bestimmen? Schlau genug ist es ja.

Mehr als 40 Curlinghallen gibt es in der Schweiz. Es braucht sie. Die Juniorinnen haben jüngst WM-Gold gewonnen. Und die Anziehungskraft des Curling-Hauses ist stark, denn die Sportart eignet sich für Mensch und Marmi. Auch ein Variante für Menschen im Rollstuhl gibt es. Sie nutzen einen Stick zur Steinabgabe. Gewischt wird aber nicht.

Gastgeberin: Schweizer Paraplegiker-Vereinigung

Curling Token ID: 3
Auflage: 7500
Preis: CHF 9.90